Klinische Hypnose

Allgemein

Bei der Hypnose wird das Bewusstsein in einen abgesenkten Wahrnehmungszustand geführt. Sie darf nicht als eine Form des Schlafes betrachtet werden, obwohl die Phase kurz vor dem Einschlafen und kurz vor dem richtigen Aufwachen den Zustand am treffendsten beschreibt. Unsere Sinnesorgane und Wahrnehmungen sind ganz nach innen gerichtet, wie zu Beginn oder am Ende eines schönen Traumes. Durch die Führung des Hypnotiseurs werden die komplexen Denkvorgänge gehemmt, der Realitätsbezug zur Außenwelt vermindert und die Sinneswahrnehmungen weitestgehend unterbunden. Ausnahme dabei ist das Gehör. Über die gesprochenen Worte des Hypnotiseurs hält der Patient Kontakt mit der Umwelt. Eingeleitet wird die Hypnose immer durch die Fixation auf ein Objekt oder eine Körperregion, das heißt der Patient richtet seine volle Konzentration auf das bestimmte Objekt. Schon in den alten Kulturen haben die Scharmanen diese Kunst beherrscht und vor schmerzhaften Eingriffen ihre Stammesmitglieder in Trance versetzt. Grundvoraussetzung für erfolgreiches Gelingen der Hypnose ist eine positive und vertrauensvolle Bindung zwischen Hypnotiseur und Patient. Dieses überprüft der Hypnotiseur während und nach jeder Hypnosesitzung.

Erfolge in der Zahnheilkunde

Die Hypnose wird einerseits zur reinen Schmerzausschaltung angewendet. Dabei wird der Patient direkt vor der Behandlung in den hypnotischen Zustand versetzt. Durch Hinwendung des Bewusstseins auf die zu behandelnde Region gelingt es dem Patienten unter Führung des Zahnarztes die Schmerzempfindung komplett auszuschalten. Dabei kann auf den Einsatz von Schmerz- und Betäubungsmitteln verzichtet werden. Diese Art der Behandlung ist vor allem für Patienten mit einer Unverträglichkeit gegenüber Schmerz- und Betäubungsmittel geeignet. Andererseits wird die Hypnose in der Zahnheilkunde bei Patienten mit einer Zahnarztphobie - panischen Angst vor dem Zahnarzt – eingesetzt. Dabei wird in mehreren Sitzungen dem Patient die Möglichkeit gegeben sich durch die Hypnose in einen entspannten Zustand zu versetzen und damit die Behandlungssituation nicht mehr als Bedrohung zu empfinden. Meine Erfahrungen belegen, dass bei diesen Patienten bei späteren zahnärztlichen Eingriffen oftmals eine Form der Autosuggestion ausreichend sind bzw. ganz darauf verzichtet werden kann.

 

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